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Probleme in der Tier-Mensch-Beziehung stehen oft im Vordergrund für den Besuch beim Tierpsychologen. Die seelischen Belange des Tieres sind erst in zweiter Linie von Bedeutung. Häufig wird vergessen zu hinterfragen, warum das störende Verhalten gezeigt wird.
Bei meiner vielfältigen Arbeit mit Hunden fiel mir auf, dass Problemverhalten von Hunden sehr oft psychologische Ursprünge hat. Die Konsequenz für mich war, mich näher mit der noch relativ unbekannten Psychologie des Hundes zu beschäftigen. Mittlerweile ist es zu meinem Spezialgebiet geworden. Durch ständige, verstärkte Fortbildung auf diesem Gebiet fließen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse laufend in meine Arbeit ein.
Unerwünschte Verhaltensweisen zeigen sich nicht nur beim erwachsenen Hund. Auch Welpen und Junghunde haben schon schwerwiegende Probleme im Alltag und in Beziehung zu ihrer Umwelt. Die Ursachen für viele gezeigte Fehlverhalten werden nicht erkannt und durch Erziehungsfehler verstärkt. Alte Erziehungsmethoden mit Druck, Zwang oder Schmerz bewirken oft, dass der Hund sich aufgibt. Neben der moralischen Verwerflichkeit und dem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz wird dem betroffenen Hund hierbei nicht geholfen. Aus Angst heraus legt er möglicherweise sein bisheriges Verhalten oberflächlich ab, gelernt hat er dabei nichts. Denn Angst blockiert!
Jedes Lebewesen verfügt über ein vegetatives Nervensystem, welches in extremen Situationen nur noch die lebensnotwendigen Funktionen aufrecht erhält. Angst kann diese extremen Auswirkungen auslösen. Darum ist es unverantwortlich einen Hund in einer solchen Situation, sei die Ursache jetzt Angst, Aggression oder auch Fehlverhalten des Menschen dem Hund gegenüber, sich selbst zu überlassen. Hier muss dem Tier artgerecht, in kleinen Schritten, mit neuen Methoden geholfen werden.
Dominanzprobleme, Zerstörungswut, auffälliger Umgang mit Artgenossen, Ängste oder Aggressionen führen immer mehr aufgeschlossene und einfühlsame Tierbesitzer zur Tierpsychologie / zu Tierpsychologen. Eingehende und gründliche Analysen bringen oft hervor, dass nicht nur ein Problem vorhanden ist, sondern dass eine Verknüpfung verschiedener Reaktionen zwischen Tier und Mensch das Zusammenleben stört.
Dass Hunde nicht seelenlos sind, ist mittlerweile auch wissenschaftlich unbestritten. Fehler bei Aufzucht und Pflege, Einflüsse in den Prägungsphasen oder traumatische Erlebnisse können die Psyche eines Tieres stark beeinflussen. Oft kann zum Beispiel ein Hund in einer bestimmten Situation nicht mehr anders reagieren, da er mit dem Konflikt, in dem er steckt, nicht umgehen kann. Hier müssen die Ursachen ermittelt und harmonisierende Lösungswege für Mensch und Hund aufgezeigt und eingeübt werden. Klar erkennbare Strukturen in der Beziehung zum Tierbesitzer sowie liebevolle und konsequente Zuwendung sind die Grundlagen der tierpsychologischen Therapie. Blockaden werden aufgebrochen, Ängste überwunden, Aggressionen kontrollierbar gemacht.
Zu Beginn der tierpsychologischen Arbeit steht immer die gründliche Analyse der Probleme. Eine Vielzahl von Auslösern muss ausgeschlossen werden. Einzelgespräche, nach Ermittlung der allgemeinen Situation mittels Fragebogen, führen am schnellsten zu den Kernproblemen. Das persönliche Umfeld darf dabei nicht außer Acht gelassen werden. Oberste Zielsetzung ist, dass alle Beteiligten, die ständig mit dem Hund in Kontakt stehen, konsequent die gleiche Richtung zur Behebung des Fehlverhaltens einhalten. Es muss für das betroffene Tier klar und unumstößlich erkennbar sein, dass sich das Umfeld in einigen Verhaltensweisen grundlegend geändert hat. Diesen Veränderungen wird sich der Hund anpassen und seinen neuen sicheren Platz in Familie und Umgebung akzeptieren.
Regelmäßig stattfindende Gruppengespräche zeigen den betroffenen Hundehaltern, dass sie nicht alleine Probleme mit ihren Tieren haben. Offenheit im Erfahrungsaustausch macht zusätzlich Mut die neu eingeschlagenen Wege weiterzugehen. Es hilft Ihnen dabei nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen.
Die seelische Gesundheit des Hundes erleichtert nicht nur das tägliche Zusammensein, sondern bereichert das Leben des Besitzers.
Eine glückliche Beziehung = Freude, Entspannung und Harmonie, leider nur für eine begrenzte Zeit.
In ausführlichen Gesprächen in meinen Therapieräumen oder bei Ihnen zu Hause schaffen wir die Grundlagen für eine erfolgreiche Beseitigung der störenden Verhaltensweisen. Gegebenenfalls ist die Hinzuziehung Ihres Tierarztes erforderlich um organische Ursachen auszuschließen. Die praktische Arbeit findet dann situations- und problemabhängig bei Ihnen zu Hause, den Orten an denen die Probleme entstehen oder auf meinem Trainingsgelände statt.
Die Dauer der Therapie ist abhängig vom Lernverhalten Ihres Hundes und Ihren persönlichen Ansprüchen. Bewährt haben sich kurze Übungseinheiten in schneller Folge. Phasen, in denen der Hund Zeit zum Verarbeiten und Festigen des Erlernten hat, werden stufenweise eingebaut. Bachblüten können unterstützend bei der Therapie angewendet werden.